Dienstag, 31. Januar 2017

Chris Stapleton: Einsame Wölfe unterwegs


Chris Stapleton (* 15. April 1978) singt über das Leben, das er kennt. Ein sicherer Weg, Menschen zu berühren. Und es werden immer mehr. Mittlerweile auch außerhalb der USA.

Songs von Freud und Leid des Lebens
Als Sohn eines Grubenarbeiters in einer Kleinstadt in Kentucky waren seine Perspektiven einst wenig aussichtsreich. Was ihn bei seinen Gelegenheitsjobs, mit denen er sich über Jahre durchschlug, stets begleitete, war die Musik. Das Gitarrespielen und Komponieren brachte er sich im Selbststudium bei. Seine melancholischen Songs, die er mit kraftvollem Bariton vorträgt, handeln vom Alltag des kleinen Mannes, von harter Arbeit, kleinen Freuden, wehmütigen Erinnerungen und der Kraft der Liebe. Seine Sprache ist einfach, die Botschaft tiefgründig.

 

Komponist im Hintergrund
Bis nach Nashville schlug sich Stapleton durch und schrieb namhaften Country-Sängern maßgeschneiderte Songs auf den Leib, darunter mehrere Nummer 1-Hits. Nebenbei sammelte er Bühnenerfahrung als Sänger und Musiker. 

Sein Weg zu den Fans
Mit seinem Album "Traveller", auf dem er unter anderem den Tod seines Vaters verarbeitet, trat er vor zwei Jahren aus dem Schatten. Für die Kritiker ebenso unerwartet wie überraschend. Denn im Lauf der folgenden Monate spielte sich der Country-Sänger - begleitet von seiner Akustikgitarre und seiner Frau Morgane - eindrucksvoll in die Herzen zahlreicher Musikliebhaber. Entgegen aller vermeintlichen Trends stillt er das Bedürfnis vieler nach leiseren Tönen, die unter die Haut gehen.

 

Alles wie es war
Äußerlich hat Stapleton der Erfolg und der Zuspruch des Publikums nicht wesentlich verändert. Er trägt immer noch dieselbe Kleidung, spielt auf seiner alten abgegriffenen Gitarre, hält an seiner Begleitband fest - sowie an seiner Frau und seinen beiden Kindern, mit denen er abseits von Glitzer und Glamour ein zurückgezogenes und bescheidenes Leben führt.

Foto-Credit: Mercury Records